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Seit 1876 wird in unserem Haus in der Burggasse 63 die Wiener Gastlichkeit gepflegt.

In diesem Jahr nämlich erhält ein gewisser Michael Brunbauer die Konzession für den Betrieb eines Gasthauses und die Erlaubnis "warme und kalte Speisen" anzubieten sowie "Bier, Wein und Obstwein" auszuschenken. Er nennt sein Beisl "Zum guten Hirten", krempelt seine Ärmel hoch, zapft sich ein Krügel Bier und weist die Köchin an, ein Wiener Schnitzel auszubacken. Nur wenige Jahre zuvor nimmt nämlich der kaiserliche Feldmarschall Radetzky diese nachmals berühmteste aller &Öuml;sterreichischen Fleischspeisen als Kriegsbeute aus Mailand mit nach Hause. Die Wiener machen aus der "costoletta alla milanese" im Handumdrehen ihr heute weltberühmtes Schnitzel. Man könnte also mit Fug und Recht behaupten, dass unser Beisl beinah so alt ist wie das Wiener Schnitzel selbst.

Die "Wendelstatt", jenes Grätzl der damaligen Neubauer Vorstadt, in dem sich unser Lokal seit seiner Gründung befindet, ist schon zu den Zeiten Kaiser Franz Josefs ein beliebter Treffpunkt für das kulinarische Wien. Wer sich von den Einkäufen auf der Mariahilferstraße oder in der Neubaugasse erholen will, wer Kräfte tanken will für einen turbulenten Abend im nahegelegenen Vergnügungsviertel am Spittelberg, der kehrt gerne im "Hirten" oder anderen Gasthäusern dieser Gegend ein und genießt die bodenständige Wiener Küche, erlesene Weine und gepflegte Biere. Bekannt sind die Gasthäuser der Wendelstatt aber vor allem für die Üppigen Portionen, die man dort serviert. Seit diesen Anfängen haben sich Generationen von Gastronomen im "Hirten" unermüdlich und das Wohl ihrer Gäste bemüht.

Vieles hat sich verändert, Österreich zerfiel und wurde wiedergegründet, zwei verheerende Kriege ließen in Wien kaum einen Stein auf dem anderen, doch unsere Schnitzel blieben, was sie immer waren: Gut, groß und günstig.

1974 beginnt ein neuer Abschnitt in der Geschichte des Lokals: Elisabeth Neckar und Lieselotte Graf übernehmen das Gasthaus und geben ihm den Namen "Zu den 2 Lieserln". Ein Wiener kulinarischer Mythos ist geboren. Wie ihre Vorgänger sind die "zwei Lieserln" sehr traditionsbewusst und verändern Speisenangebot und Interieur nur geringfügig. Warum auch ändern, was sich seit beinah 100 Jahren bewährt? Unermüdlich und mit unverwechselbarem Wiener Schmäh sollten die beiden resoluten Damen über 30 Jahre die Geschicke des Hauses führen und ihre seine über alle sozialen und geographischen Grenzen hinweg berühmt machen. Ob Politprominenz, wie der aktuelle Wiener Bürgermeister Häupl, oder das Grätzloriginal von nebenan, ob Touristen aus Asien, Amerika oder Europa oder aber Einheimische, unser Altwiener Beisl "Zu den 2 Lieserln" gilt seitdem mehr denn je als eine der beliebtesten Adressen in Sachen Wiener Beislkultur.



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